Hurts – Happiness

About women

 

Am 30. Januar 2009 geben die Mitglieder der Disco Punk/Eurobeat Band “Daggers“ mit einem schlichten “It’s over“ via MySpace ihre Trennung bekannt. Erfolglos in ihren Bemühungen um ein kleines bisschen Ruhm und Anerkennung steigen Sänger Theo Hutchcraft und Soundtüftler Adam Anderson aus den musikalischen Trümmern empor, um eine eigene, ganz besondere Erfolgsgeschichte zu beginnen. Neuer Haarschnitt, kühle Optik – bereits wenige Monate später wird “Hurts“ von einem englischen Musikmagazin als “Band of the Day“ angepriesen. Das neu formierte Electronic Duo aus Manchester verneigt sich dabei vor den Slow Disco, New Wave und Synthpop Helden der 80er.

Während sich momentan – in Sachen Ausgeh-/Tanzkultur – die 90er als “neue 80er“ herauskristallisieren, schwimmen die beiden Briten gegen diesen Strom und lassen die musikalischen Anfänge von Bands wie “Erasure“, “Spandau Ballet“, “Depeche Mode“ und “Alphaville“ wiederaufleben. Noch bevor ihr Debütalbum “Happiness“ erscheint, sind “Hurts“ in aller Munde. Getragen von der Radioeuphorie um die Single “Wonderful life“ – eine Slow Disco Reminiszenz an Stücke der Kategorie “Sign your name“ (Trent D’Arby), versehen mit einem Gänsehautrefrain im Stile der “Tears For Fears“. Insbesondere Letztgenannten eifern sie in vielen Momenten nach. Verträumte, schillernde zum Teil aber auch opulent (z.B. mit Gitarre und Chor) ausgestattete Liebeslieder wie “Blood, Tears & Gold“, “Evelyn“ und “Illuminated“ im Wechsel mit tanzbaren, Disco/Beat orientierten Synthpop Nummern im Stile von “Sunday“ oder “Better than love“. Hutchcraft glänzt dabei als talentierter Sänger, dem es stets gelingt Gefühlslagen ansprechend zu transportieren. Für den Song “Devotion“ stand ihm darüber hinaus der australische Popstar Kylie Minogue zur Seite. Natürlich definieren sie diesen Terrain nicht neu, manch ein Titel wirkt beinahe konstruiert und praktisch jeder Song enthält einen Verweis auf damalige Künstler. Es ist jedoch dem Gespür für funktionierende Melodien, der gelungene Mischung bekannter, aber beinahe vergessen geratener Zutaten und nicht zuletzt der Stimme von Theo Hutchcraft zu verdanken, daß “Happiness“ tatsächlich genug Gewicht besitzt, um eine neue Retrolawine ins Rollen zu bringen.

Anspieltipps: “Sunday“, “Better than love“ und “Devotion”

Note: 1,8

Trackliste:
1. Silver lining
2. Wonderful life
3. Blood, Tears & Gold
4. Sunday
5. Stay
6. Illuminated
7. Evelyn
8. Better than love
9. Devotion (feat. Kylie Minogue)
10. Unspoken
11. The water

Bandmitglieder:
Theo Hutchcraft – vocals
Adam Anderson – electronics, guitar

http://www.informationhurts.com

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